{"id":186,"date":"2016-11-13T12:34:30","date_gmt":"2016-11-13T10:34:30","guid":{"rendered":"https:\/\/ernstkoehler.wordpress.com\/?p=186"},"modified":"2016-11-13T12:34:30","modified_gmt":"2016-11-13T10:34:30","slug":"unvergessen-ueber-den-reformer-zoran-djindjic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koehler-kn.de\/ernst\/unvergessen-ueber-den-reformer-zoran-djindjic\/","title":{"rendered":"Unvergessen. \u00dcber den Reformer Zoran Djindjic"},"content":{"rendered":"<p>Ernst K\u00f6hler<\/p>\n<p>(zum Gedenktag in Konstanz am 20. M\u00e4rz 2013)<\/p>\n<p>Die jungen Leute, die dieses Gedenken hier initiiert und gestaltet haben \u2013 alle aus Serbien, haben ein Stichwort ausgegeben: keine \u201eIdolatrie\u201c, kein Kult. Erinnerung an den Mann, aber mit Blick auf das Land. Die politische Leistung Zoran Djindjics erschlie\u00dft sich auch nur, wenn man sie in den Kontext der j\u00fcngsten Zeitgeschichte Serbiens stellt, nicht darin versenkt und verschwinden l\u00e4sst, wie es Holm Sundhaussen, der Doyen der Serbien- Historiografie in Deutschland, in seinem an sich gro\u00dfartigen neuen Buch \u00fcber \u201eJugoslawien und seine Nachfolgestaaten 1943 \u2013 2011\u201c (2012) leider tut. \u00dcber Djindjic und sein Wirken finden sich hier nur ein paar flache S\u00e4tzchen. Aber auch nicht dar\u00fcber stellt und den vision\u00e4ren, mutigen Politiker irgendwie idealisiert, zum Idol macht oder ins Monumentale oder Messianische emporhebt. Etwa dem heutigen Anlass zuliebe oder auch um der Freundschaft willen.<\/p>\n<p>1.<br \/>\nIch habe f\u00fcr diesen Beitrag den Band mit Interviews und politischen Texten aus den Jahren 2000 \u2013 2003 wieder gelesen: \u201eSerbien in Europa\u201c (Tanjug 2004). Sie sind eine wertvolle Quelle f\u00fcr die n\u00fcchterne, gleichwohl nicht nivellierende W\u00fcrdigung des handelnden Politikers Zoran Djindjic. 1999\/2000 war er aus meiner Sicht ganz bestimmt unersetzlich f\u00fcr sein Land. Es gab in Serbien keinen anderen Politiker von dieser Risiko- und Handlungsbereitschaft. Aber dann auch an der Regierung &#8211; nur gut zwei Jahre! Das muss ich mir selbst immer wieder vorhalten \u2013 hatte seine Entschlossenheit, das Land aus der Isolierung herauszuholen, nicht ihresgleichen in Serbien. Seine politische F\u00fchrung war nach Konsequenz und Zielbewusstsein ein historischer Gl\u00fcckfall \u2013 wenn auch ein von vielen im Land unverstandener oder zu sp\u00e4t verstandener. Wer sonst h\u00e4tte so zu den eigenen Leuten gesprochen \u2013 ohne Arroganz, aber auch ohne Schonung und Sch\u00f6nf\u00e4rberei in die eigene zerrissene, verwirrte, paralysierte Gesellschaft hinein?<\/p>\n<p>Etwas anderes ist das Bild von der serbischen Geschichte, das Djindjic im Kopf hatte. Auch hier der Topos von \u201eden Kriegen, die wir gewinnen und dem Frieden, den wir verlieren\u201c. Auch das Gesamtbild von den Kriegen der 90er Jahre ist bestenfalls schwankend. Es gibt hier luzide Einsichten wie die etwa, dass es ohne Milosevic wohl auch keinen Tudjman gegeben h\u00e4tte. Aber es gibt auch die apologetische Neigung, die Verantwortung f\u00fcr diese Kriege gleichm\u00e4\u00dfig auf alle beteiligten Akteure umzuverteilen. Und ob Djindjic in der Kosovofrage \u00fcber sich selbst und das politische Paradigma der serbischen Elite hinausgewachsen w\u00e4re, wenn er am Leben geblieben w\u00e4re, steht dahin. Es deutet nichts direkt darauf hin. Es sei denn, man ber\u00fccksichtigt die grundlegende Tatsache, dass Zoran Djindjic f\u00fcr sein Land eine Politik der realen \u00f6konomischen und gesellschaftlichen Entwicklung entworfen und begonnen hat \u2013 das hei\u00dft: eine Politik jenseits der friedensvernichtenden, selbstzerst\u00f6rerischen Obsession von der \u201enationalen Frage\u201c.<\/p>\n<p>Kritikpunkte gibt es also genug. Das ist auch nicht weiter \u00fcberraschend. Kritikpunkte gibt es immer genug. Zoran Djindjic war nicht ganz frei von gelegentlichen Anwandlungen der Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung wie nach der Bambi-Preisverleihung in Berlin. Er selbst nennt es \u201eEuporie\u201c. Aber das sind nur Momente der Schw\u00e4che und der Unausgeglichenheit. Immer wieder spricht er die Grenzen und die Ungewissheit seiner Politik und seines pers\u00f6nlichen Einsatzes \u00e4tzend scharf aus. Der Tonfall seiner \u00f6ffentlichen Stellungnahmen wird immer angespannter, gereizter. Nicht selten scheint er sich am Rande der M\u00fcdigkeit, der Erbitterung, der Depressivit\u00e4t zu bewegen. Aber die Tatkraft, der Gestaltungswille \u00fcberwiegt diese pers\u00f6nlichen Schwankungen. Boris Tadic hat Karadzic und Mladic ausgeliefert. Aber viel zu sp\u00e4t. Die Auslieferung Milosevics 2001 ist damit in ihrer aktuellen Tragweite nicht vergleichbar. Es war ein Durchbruch. Djindjic hat Milosevic, wie er gesagt hat, nicht gegen Geld eingetauscht, gegen Kredite (wie es unsere neunmalklugen Kommentatoren unterstellten), sondern gegen \u201eGlaubw\u00fcrdigkeit\u201c. Die unger\u00fchrte Verteidigung der unvermeidlichen Zusammenarbeit mit den gro\u00dfen Finanzinstitutionen der Welt, mit der Djindjic sich gegen die in Serbien wuchernde, abartige Mischung von ethnozentrischer Wehleidigkeit und Verschw\u00f6rungstheorie stellt \u2013 \u00f6ffentlich, konfrontativ stellt, ist eine Leistung ersten Ranges. Wenn die Tranchen der in Br\u00fcssel bereits fest zugesagten Mittel ausblieben \u2013 im byzantinischen B\u00fcrokratismus der EU h\u00e4ngen blieben, konnte Djindjic sehr scharf werden. Man denke an das ber\u00fchmte Spiegel-Interview. Aber bei der Auslieferung des abgesetzten Despoten an das Straftribunal in Den Haag ging es um mehr als Geld. Es ging um das wichtigste politische Kapital, \u00fcber das diese serbische Regierung verf\u00fcgte: die Anerkennung, das Vertrauen, den Respekt seitens der ma\u00dfgeblichen Machtzentren des Westens<\/p>\n<p>2.<br \/>\nAber lassen Sie mich diesen Lekt\u00fcreeindruck durch zwei, drei Fragen konkretisieren. Die erste w\u00e4re schon: Wie ist der junge Zoran Djindjic \u00fcberhaupt aus der Gedankenwelt von \u201e1968\u201c, aus der er kam, in die von \u201e1989\u201c gelangt \u2013 also von den hochfliegenden emanzipatorischen Utopien der internationalen Studentenbewegung, speziell in ihrer Belgrader Variante, zur ordin\u00e4ren kapitalistischen Demokratie westlichen Zuschnitts \u2013 mit ihren brutalen Schocks und verst\u00f6renden Anforderungen, mit ihren neuen Chancen und mit ihren vielen Verlierern? Wie sie \u00fcberall in Ostmitteleuropa das kommunistische System abschaffte und wie sie Slobodan Milosevic f\u00fcr Serbien um jeden Preis, mit Gewalt und Krieg verhindern wollte. F\u00fcr diese erst einmal noch theoretische Neuorientierung m\u00fcssen die Jahre in Frankfurt am Main entscheidend gewesen. Ich erinnere mich an eine n\u00e4chtliche Diskussion dort \u00fcber die Soziologie von Niklas Luhmann. Zoran Djindjic war offenkundig fasziniert von diesen Texten. F\u00fcr mich war Luhmann damals noch ein anma\u00dfender B\u00fcrokrat, der sich auf alle soziale Bewegungen draufsetzte und sich \u00fcber jedes Gerechtigkeitsverlangen zynisch mokierte. F\u00fcr Djindjic war er ein kreativer Denker moderner gesellschaftlicher Komplexit\u00e4t.<\/p>\n<p>Meine zweite Frage lautet: Wie konnte ein Intellektueller wie Zoran Djindjic, zuerst in Belgrad, dann in Deutschland fein gebildet, in einem nach Kommunismus und Krieg so pauperisierten, politisch deformierten und ideologisch verw\u00fcsteten Land wie Serbien nach oben, an die Macht kommen? Aber das ist schon eine Forschungsfrage, die mich \u00fcberfordert. Pedja Obradovic vom Belgrader Fernsehsender B 92 hat mich k\u00fcrzlich f\u00fcr seine Dokumentation zum 10. Todestag Zoran Djindjics gefragt, ob ich denn etwas vom politischen Talent und von der sp\u00e4teren politischen Karriere meines jungen Freundes vorausgeahnt h\u00e4tte? Nein, Fehlanzeige, nichts, ich habe nichts geahnt, nichts gesp\u00fcrt, nichts vorausgesehen. Auch sp\u00e4ter blieb das so: 1988 oder 1989 bei einem Besuch in Belgrad hatte ich das unbehagliche Gef\u00fchl, Zoran habe seinen Kompass verloren. F\u00fcr uns war damals Ljubljana der Hauptort der genuinen Demokratisierung im zerfallenden Jugoslawien. Belgrad war das Gegenzentrum einer manipulativen, antidemokratischen Massenmobilisierung. Sie beutete nur die nationalistische Umdeutung, Mystifikation der bedrohlichen wirtschaftlichen Rezession in Jugoslawien seit Mitte der 80er Jahre zur existenziellen Gef\u00e4hrdung und Entrechtung der serbischen Nation als Nation aus. Was hingegen Djindjic \u00fcber die slowenischen Ambitionen sagte, wirkte auf mich eigenartig ressentimentgeladen und feindselig. Bei ihm zuhause tauchten obskure Intellektuelle und Journalisten von der Milosevic-Richtung auf. Wo stand er eigentlich? Kurze Zeit darauf gr\u00fcndete Djindjic zusammen mit anderen dann bekanntlich die Demokratische Partei \u2013 damals noch eine andere Partei als heute. Aber das habe ich schon nicht mehr aus der N\u00e4he verfolgt. Erst sp\u00e4ter hat mir das klassische Buch von Robert Thomas \u201eSerbia under Milosevic\u201c(1999) die Augen ge\u00f6ffnet f\u00fcr den Weg Djindjics durch das steinige Gel\u00e4nde einer fast hoffnungslos zersplitterten Opposition. Es war freilich zugleich das Szenarium eines abbr\u00f6ckelnden, zunehmend delegitimierten Herrschaftssystems. Man versteht den Aufstieg Zoran Djindjics nicht, wenn man den Niedergang Milosevics ausblendet und sein Regime zum \u00fcberm\u00e4chtigen, unersch\u00f6pflichen Leviathan stilisiert. Mit mindestens totalit\u00e4rem Zugriff auf die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Serben. Das war es nicht einmal bei seinem triumphalen Wahlerfolg von 1990, wie Sundhaussen sch\u00f6n herausarbeitet.<\/p>\n<p>In den Jahren der Kriege habe ich den Kontakt ganz abrei\u00dfen lassen. Als nichts von ihm kam, kein Laut, kein Protest gegen diese verbrecherischen Kriege, habe ich Zoran Djindjic sogar f\u00fcr mich selbst fallengelassen. Erst 2000\/2001, angesichts der jetzt un\u00fcbersehbaren herausragenden Leistungen, die ja irgendwoher kommen mussten \u2013 aus irgendeiner z\u00e4hen Vorarbeit, aus einem \u00fcberlegenen politischen Realismus, aus einer gro\u00dfen Idee, ist mir meine mangelnde politische Vorstellungskraft und meine Selbstgerechtigkeit selber zum Problem geworden und ich habe wieder meine F\u00fchler nach Belgrad ausgestreckt.<\/p>\n<p>Man m\u00fcsste hier zuerst vom 5. Oktober und seiner Vorbereitung sprechen. Das w\u00e4re eine dritte Frage. Nicht gleich davon sprechen, was diese Wende eigentlich war und was sie nicht war. Sp\u00e4testens mit der Ermordung Zoran Djindjics sind die Illusionen dar\u00fcber zerstoben, was sie war. Ohnehin ist dieser Illusionismus vor allem im Westen kultiviert worden, der gern nicht so genau hinschaut. Zoran Djindjic selbst hat ihn nicht geteilt. Er wusste, mit wem er in der Nacht zum 5.Oktober \u2013 im Auto, er allein, der andere in bewaffneter Begleitung &#8211; einen abgr\u00fcndig riskanten Deal zur Vermeidung eines Blutbades abgeschlossen hatte. Es musste alles versucht werden, damit der Auftritt der Hundertausenden in Belgrad nicht in einem Massaker durch die Sondereinheiten des Regimes enden w\u00fcrde. Zuallererst w\u00e4re vielmehr \u00fcber etwas anderes zu sprechen \u2013 n\u00e4mlich dar\u00fcber, wie die Entmachtung Milosevics \u00fcberhaupt m\u00f6glich wurde. Hinterher sah es aus, als sei sie unvermeidlich gewesen, notwendig, wie selbstverst\u00e4ndlich. Als sei dieser durchtriebene, aber verbrauchte, geistig leere Machthaber vom Baume Serbiens gefallen wie ein fauler Apfel. Aber die Vertreibung von der Macht musste erdacht werden, ehe sie umgesetzt werden konnte. Sie musste erst einmal f\u00fcr m\u00f6glich gehalten werden, ehe sie wirklich werden konnte. Ein erfahrener, einflussreicher Politiker wie Vuk Draskovic scheint zum Beispiel ganz au\u00dferstande dazu gewesen zu sein. Er konnte die konkrete Chance, Milosevic loszuwerden, anscheinend nicht einmal denken: Einen derartigen qualitativen Sprung aus dem kreisenden Einerlei der serbischen Politik. Er konnte sich beim besten Willen nur ein Weiterwursteln unter Milosevic vorstellen. Das war sein Horizont. Eine Perspektive des Immer-Gleichen, aber das Beste daraus machen. Anders Zoran Djindjic, der den spezifischen Moment, den noch verdeckten, noch latenten Ausnahmezustand erfasste und ans Tageslicht zu ziehen wusste. Alles andere war da zweitrangig \u2013 auch der eigene Ehrgeiz, auch die Scheinhaftigkeit einer Figur wie der des vermeintlich untadeligen, rechtschaffenen, vertrauensw\u00fcrdigen Vojislav Kostunica.<\/p>\n<p>3.<br \/>\nWas ist von diesem bedeutenden Mann ohne Zeit, von diesem authentischen Patrioten ohne tragf\u00e4hige Anerkennung im eigenen Land heute noch \u00fcbrig, noch pr\u00e4sent in Serbien? Das l\u00e4sst sich von hier aus kaum angemessen beurteilen. Von hier aus ist aber immerhin zu sehen, dass heute auch noch die giftigsten Chauvinisten von gestern eine pro-europ\u00e4ische Politik machen. Nicht aus freien St\u00fccken, sondern aus politischer Opportunit\u00e4t. Das serbische Wahlvolk hat sie zu der Kehrtwendung gezwungen. Die politische Elite kann auch in Serbien nicht mehr einfach machen, was sie will. Die alten Funktion\u00e4re des Milosevic-Regimes, die heute das Land wieder f\u00fchren, haben es mit einer Gesellschaft zu tun, die nationalistische Sonderwege nicht mehr will und nicht mehr ertr\u00e4gt. Das sollte den Beobachter aus der Ferne veranlassen, sich dem realen, allt\u00e4glichen, arbeitenden und arbeitslosen Serbien zuzuwenden \u2013 statt immer nur auf die fragw\u00fcrdigen Eliten des Landes zu starren. Es ist an der Zeit, die bengalische Beleuchtung \u00fcber Land und Leuten auszuschalten. Und sie kritisch, aber unbefangen von ihren elementaren Problemen und \u00dcberlebensstrategien her zu sehen. Wie Zoran Djindjic es getan hat. Oder wie der scharfsichtige serbisch-ungarische Schriftsteller L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel aus Novi Sad es tut. Ungeachtet aller Spezifik r\u00fcckt Serbien dann in den weitergespannten Vergleichshorizont s\u00fcdosteurop\u00e4ischer Transformationsgesellschaften \u2013 mitsamt seinen tiefen, h\u00e4sslichen populistischen Str\u00f6mungen, die ja \u00fcbrigens auch in Westeuropa durchaus nichts Unbekanntes sind. Ich schlie\u00dfe mit einem Zitat aus dem erw\u00e4hnten Band mit politischen Gebrauchstexten. In seinem \u201eVorschlag f\u00fcr ein Abkommen \u00fcber das Staatsziel\u201c vom M\u00e4rz 2001 schreibt Zoran Djindjic: \u201eWir m\u00fcssen folgenderma\u00dfen vorgehen: zuerst m\u00fcssen wir die internationalen Kan\u00e4le \u00f6ffnen, \u00fcber die wir Zugang zum internationalen Kapital- und Technologiemarkt haben und \u00fcber die wir unsere Wirtschaft f\u00fcr den Weltmarkt \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Zweitens, wir m\u00fcssen unsere Gesetze und Institutionen reformieren, um f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Investitionen attraktiv zu sein. Drittens m\u00fcssen wir unsere Unternehmen umstrukturieren. Gleichzeitig m\u00fcssen wir den \u00f6ffentlichen Dienst, d.h. die Staatsverwaltung, die Polizei, das Gesundheits- und Bildungswesen sowie die Fortbildungsma\u00dfnahmen f\u00fcr eine Vielzahl von Besch\u00e4ftigten, effizienter und leistungsf\u00e4higer machen. An erster Stelle steht jedoch ein neuer sozialer Konsens \u00fcber unser Ziel, das nur durch gemeinsame Bem\u00fchungen und auch durch pers\u00f6nlichen Verzicht m\u00f6glich ist &#8230; Die Zeit des Sparens und des Verzichts ist noch immer nicht vorbei. Nur dass wir dies heute f\u00fcr die Zukunft unserer Familien und unseres Landes tun, und nicht f\u00fcr eine krankhafte Politik und die Privilegien der Machthaber. Der Unterschied besteht auch darin, dass wir heute gute Chancen haben, durch unsere Bescheidenheit eine Gesellschaft entstehen zu lassen, in der niemand mehr auf seine grundlegenden menschlichen und zivilisatorischen Bed\u00fcrfnisse wird verzichten m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ernst K\u00f6hler (zum Gedenktag in Konstanz am 20. M\u00e4rz 2013) Die jungen Leute, die dieses Gedenken hier initiiert und gestaltet haben \u2013 alle aus Serbien, haben ein Stichwort ausgegeben: keine \u201eIdolatrie\u201c, kein Kult. Erinnerung an den Mann, aber mit Blick auf das Land. 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